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Klimaschutzpreis 2026: Landkreis ehrt vier Projekte

Der Landkreis Konstanz hat im fünften Jahr in Folge den Klimaschutzpreis verliehen. Die vier ausgezeichneten Projekte tragen auf vorbildliche und innovative Weise zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Landkreis bei.

Gruppenbild der Preisträgerinnen und Preisträger des Klimaschutzpreises 2026
Uwe Bernhart, Ralf Scherer, Laura Balajka, Harald Feindler, Melanie Feindler, Dr. Arne Gülzow, Antje Fischer, Joschua Sejdinovic´ mit Landrat Zeno Danner (von links nach rechts) © Landkreis Konstanz
9.Oktober 2026

Rund 60 Personen kamen am 8. Oktober 2026 zur Preisverleihung ins Hotel St. Elisabeth im Kloster Hegne in Allensbach. Zuvor bildete eine Besichtigung des Wohnquartiers „s´Dübelhölzle“ in Allensbach den Auftakt. Das Quartier wird weitgehend unabhängig von externen Energiequellen betrieben.

Die Jury des Wettbewerbs hatte bereits im Juli über die eingegangenen Bewerbungen beraten und sich für die Auszeichnung von insgesamt vier Projekten in zwei Kategorien entschieden.

In der Kategorie „Privatpersonen“ erhielt Dr. Arne Gülzow den Klimaschutzpreis für ein privat umgesetztes Mieterstrom-Modell in Konstanz-Staad. Ziel war es, möglichst wenig selbst erzeugten Photovoltaikstrom ins Netz einzuspeisen und zugleich die Mietparteien umfassend daran zu beteiligen. Gülzow setzte das Vorhaben erfolgreich um und dokumentierte es ausführlich für potenziell Interessierte sowie mögliche Nachahmerinnen und Nachahmer.

Die drei weiteren Gewinnerprojekte fallen in die Kategorie „Kindergärten, Schulen, Organisationen, Vereine, Initiativen, Kinder- und Jugendgruppen“.

Die Beethoven Grund- und Gemeinschaftsschule in Singen erhielt den Preis für das Projekt „Das Thema Klimaschutz wird zu einem echten AHA- und WOW-Effekt“. Mehr als 90 Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich in Kunst- und Musikprojekten mit verantwortungsvollem Konsum, Ressourcennutzung und -schonung, Abfallreduktion sowie nachhaltiger Beschaffung.

Das Kinderhaus St. Martin in Konstanz wurde für sein Projekt „Kleine Entdecker, große Gesundheit – unser Weg zu einem gesunden Alltag“ ausgezeichnet. 22 Kinder befassten sich mit gesunder Ernährung, prüften Vesperdosen, kauften nach dem Saisonkalender ein, besuchten ein Gewächshaus auf der Reichenau und bereiteten Lebensmittel zu. Bewegung, Entspannung und Rituale ergänzten das Vorhaben.

Der SV Espasingen e. V. 1961 aus Stockach-Espasingen erhielt den Preis für sein Projekt „Klimaschutz im Verein“. Der Verein rüstete unter anderem die Flutlichtanlage auf LED-Technik um und installierte eine Photovoltaikanlage, einen Heizstab zur Warmwasseraufbereitung sowie einen Akkuspeicher. Damit soll das Clubhaus möglichst autark betrieben und der CO₂-Ausstoß nachhaltig reduziert werden. Die mit engagierten Mitgliedern in ländlicher Umgebung umgesetzten Maßnahmen sollen zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen und zugleich zeigen, dass ein Sportverein in diesen Bereichen Eigenverantwortung übernehmen kann.

Der Wettbewerb wird seit 2022 jährlich ausgeschrieben. Bislang gingen 73 Bewerbungen ein, 24 Projekte wurden prämiert.

Weitere Informationen zu den Gewinnerprojekten stehen unter https://www.zukunftsregion-kn.de/bewerbung-klimaschutz/ zur Verfügung.

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